Ergebnisseite für Ihr Förderprogramm: So schaffen Sie Vertrauen mit Transparenz

von | Okt. 27, 2026 | Artikel

Die Entscheidung ist gefallen, die Zusagen sind verschickt. Kurz darauf trudeln die ersten E-Mails ein. Wer wurde ausgewählt? Nach welchen Kriterien? Und wann startet die nächste Runde? Jede dieser Fragen kostet Ihr Team Zeit. Eine gut gemachte Ergebnisseite für Ihr Förderprogramm beantwortet sie, bevor jemand sie stellt. Sie zeigt außerdem, dass Ihr Verfahren fair abläuft und wo die Förderung zum Einsatz kommt.

Sie brauchen dafür weder viel Zeit noch ein großes Budget, nur die richtigen Bausteine.

Eine Namensliste reicht selten aus

Eine Namensliste beantwortet, wer ausgewählt wurde. Offen bleibt, warum. Wer diese Frage bei der Entscheidung gleich mitbeantwortet, schafft Vertrauen. Dafür genügt es, die Kriterien zu nennen: Die Ausgewählten haben einen überzeugenden Antrag gestellt und die Anforderungen des Programms erfüllt. Ihre Ergebnisseite kann das sichtbar machen.

Wie viel Luft nach oben es gibt, zeigt eine Erhebung des Bundesverbands Deutscher Stiftungen vom September 2024. Unter 414 überwiegend fördernden Stiftungen haben 57,2 Prozent feste Kriterien für die Mittelvergabe. Davon veröffentlichen jedoch nur 52,4 Prozent diese Kriterien. Wer sein Verfahren offenlegt, hebt sich also von der Masse ab.

Vier Bausteine für die Seite

Beginnen Sie mit dem Wesentlichen:

1. Die Zuwendungsempfangenden

Nennen Sie Namen, Projekttitel und eine Kurzbeschreibung in ein bis zwei Sätzen. Ergänzen Sie die Fördersumme, wenn Ihre Richtlinien das erlauben.

2. Das Programm in Zahlen

Wie viele Anträge gingen ein, wie viele wurden ausgewählt, wie hoch war das Gesamtvolumen? Schon drei Kennzahlen geben der Seite Gewicht.

3. Das Auswahlverfahren

Beschreiben Sie in wenigen Schritten, wie entschieden wurde. Erwähnen Sie die Bewertungskriterien und die Rolle der Gutachtenden. Einzelbewertungen sollten intern bleiben.

4. Termine und nächste Schritte

Kommunizieren Sie, wann die Entscheidung feststand und wann die nächste Runde startet.

Offenheit mit Augenmaß

Viele Teams zögern, weil sie Sorge haben, zu viel preiszugeben. Dabei heißt Transparenz nicht, alles offenzulegen. Sie ziehen die Grenze; sie sollte nur bewusst gezogen sein und für alle gelten.

Klären Sie außerdem früh, welche Angaben die Antragstellenden freigeben. Ein Hinweis im Formular genügt: Projektname und Kurzbeschreibung können bei einer Auswahl veröffentlicht werden.

Die British Academy of Management, ein Fachverband für Management-Forschung, macht es vor: Nach jeder Runde veröffentlicht sie eine eigene Seite zu den Zuwendungsempfangenden. Die Seite ist nach Förderprogrammen gegliedert und kommuniziert den Höchstbetrag pro Projekt, dazu kommen Name, Hochschule und Projekttitel.

Zusammenfassungen, Co-Forschende und die tatsächlichen Fördersummen liegen in einem verlinkten Projektarchiv. So bleibt die Seite kurz, und wer mehr wissen will, findet die Details mit einem Klick. Frühere Jahrgänge sind weiterhin online, was das Programm über Jahre nachvollziehbar macht.

Wirkung zeigen: Was aus dem Geld wird

Die stärksten Ergebnisseiten hören bei der Auswahl nicht auf. Sie zeigen, was aus der Förderung geworden ist. Ein Foto, ein kurzes Zitat der Zuwendungsempfangenden und eine konkrete Zahl reichen oft aus. Auch Hürden und Erkenntnisse gehören dazu. Wer offen erzählt, was gut lief und was nicht, wirkt glaubwürdig.

Das Material dafür liegt meist schon vor, wenn Sie Abschlussberichte einholen. In Good Grants können Zuwendungsempfangende neben Text und Zahlen auch Bilder, Videos und Audiodateien einreichen. So lässt sich die Wirkung eines Projekts besser verstehen und anschaulich zeigen.

‚I’m not healed yet, but I’m learning to be patient with the process.‘  („Ich bin noch nicht geheilt, aber ich lerne, mit dem Prozess geduldig zu sein.“) Mit diesem Satz kommt bei Aidsfonds, Kunde von Good Grants, eine Zuwendungsempfangende selbst zu Wort, in einer Wirkungsgeschichte aus dem Programm Indonesia Healthy Cities with Pride. Begleitet von einem Foto und konkreten Ergebnissen – etwa zehn neuen PrEP(Prä-Expositions-Prophylaxe)-Standorten in Samarinda – entsteht ein glaubwürdiges Bild davon, was aus der Förderung geworden ist.

In fünf Schritten zur fertigen Seite

Eine gute Ergebnisseite entsteht nicht in letzter Minute. Mit diesem Vorgehen halten Sie den Aufwand klein:

1. Früh planen.
Legen Sie schon beim Programmstart fest, was Sie später zeigen möchten, und holen Sie die Einwilligungen im Antragsformular ein.

2. Vorhandene Daten nutzen.
Liegen Anträge, Bewertungen und Entscheidungen an einem Ort, lassen sich Kennzahlen schnell ziehen. Das Dashboard und die Berichtsfunktionen in Good Grants sind genau dafür konzipiert.

3. Einfach schreiben.
Kurze Sätze und klare Begriffe machen die Seite für alle verständlich, auch für Menschen, die Ihr Programm zum ersten Mal sehen.

4. Vorab informieren.
Geben Sie den Zuwendungsempfangenden kurz Bescheid, bevor die Seite online geht. Mit der Funktion für Rundschreiben geht das ganz einfach.

5. Regelmäßig pflegen.
Aktualisieren Sie die Seite nach jeder Runde. Eine veraltete Seite schadet mehr, als sie nützt.

Wer Anträge, Bewertungen, Auszahlungen und Berichte an einem Ort verwaltet, hat die Fakten konsistent zur Hand. Einen Überblick über die Funktionen nach der Zusage finden Sie in den Post-Award-Funktionen von Good Grants.

Zeigen Sie, was Ihr Programm bewirkt

Eine Ergebnisseite ist Ihre Visitenkarte nach der Auswahl. Sie erklärt, wie fair gearbeitet wurde, und sie macht sichtbar, was Ihre Förderung bewirkt. Das stärkt das Vertrauen bei Antragstellenden, bei Geldgebenden und bei allen, die Ihr Programm künftig kennenlernen.

Ihr nächster Schritt muss nicht groß sein. Wählen Sie für die nächste Runde drei Dinge aus: die Zuwendungsempfangenden, zwei Kennzahlen und eine kurze Beschreibung des Verfahrens. Veröffentlichen Sie diese Angaben und bauen Sie die Seite danach Stück für Stück aus.

Bei Good Grants glauben wir, dass Grantmaking einfach und fair sein kann. Wenn Sie sehen möchten, wie sich Programme mit weniger Aufwand und mehr Transparenz steuern lassen, probieren Sie unsere 14-tägige kostenlose Testversion.

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Katia Ernst

Katia Ernst

Katia is a content specialist for the DACH market at Good Grants. She localises content for German-speaking audiences and writes about awards, grants, and program management. When she’s not working, you’ll probably find her performing improv theatre, practising yoga, or reading a good book at the beach.