von Rachel Ayotte | Mai 21, 2024 | Artikel
Der Einsatz von KI ist branchenübergreifend zu einem heiß umstrittenen Thema geworden – auch im Philanthropiesektor. Laut dem kürzlich von The Chronicle of Philanthropy veranstalteten Webinar „Using A.I. to Streamline Nonprofit Operations“ deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass mehr als die Hälfte der gemeinnützigen Organisationen generative KI inzwischen für zumindest einige alltägliche Aufgaben wie die Erstellung von Inhalten nutzen.
Angesichts dieser zunehmenden Nutzung kämpfen Führungskräfte gemeinnütziger Organisationen mit einigen ziemlich großen Fragen: Gehören KI und maschinelles Lernen in die Welt der gemeinnützigen Organisationen? Wie verändert KI gemeinnützige Organisationen? Und welche ethischen Aspekte sind bei der Nutzung zu berücksichtigen?
Das Webinar von The Chronicle of Philanthropy, in dem mehrere Experten für gemeinnützige Organisationen als Diskussionsteilnehmer auftraten, befasste sich mit einigen dieser Fragen zu KI für gemeinnützige Organisationen, einschließlich der Frage, wie Organisationen maschinelles Lernen in den kommenden Jahren effektiv und ethisch einsetzen könnten.
Die Einführung neuer Technologien in eine Organisation kann überwältigend sein. Wenn es um die Einführung von KI geht, ist dies nicht anders. Forschungsergebnissen zufolge gehören zu den größten Herausforderungen, mit denen gemeinnützige Organisationen bei der Implementierung von KI konfrontiert sind:
Vertrautheit: Laut COP gaben mehr als drei Fünftel der gemeinnützigen Organisationen an, dass ihnen die Vertrautheit mit KI fehlt, was es schwierig macht, Anwendungsmöglichkeiten dafür zu finden.
Ressourcen: Eine weitere Hälfte der Befragten gab an, dass die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel und Schulungen für die Mitarbeiter, um diese Tools zu verstehen, ebenfalls eine erhebliche Herausforderung darstellt.
Leitprinzipien, Regeln und Überlegungen: Fast 80 % der gemeinnützigen Organisationen verfügen noch immer nicht über eine organisationsweite Richtlinie für KI, die festlegt, wie die Tools ethisch und sicher eingesetzt werden können, was bei vielen zu Unsicherheit über ihre Rolle führt.
Angesichts dieser Herausforderungen erörterten die Diskussionsteilnehmer einige potenzielle Lösungen und Überlegungen zur effektiven und ethischen Implementierung von KI, damit sich alle in einer Organisation sicher und wohl fühlen.
Angesichts der mangelnden Vertrautheit, die so viele gemeinnützige Organisationen feststellen, sollten Führungskräfte sich die Zeit nehmen, die Vertrautheit mit KI-Tools auf verschiedene Weise zu fördern und in sie zu investieren:
Verantwortungsbewusst experimentieren: Wählen Sie einige KI-Tools aus und beginnen Sie mit risikoarmen Aufgaben zu experimentieren. Verwenden Sie KI, um Daten zu konsolidieren, Inhaltsentwürfe zu erstellen usw., nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sie funktionieren, und um ihre Stärken und Schwächen einzuschätzen.
Eine Kultur der Neugierde fördern: Führungskräfte gemeinnütziger Organisationen sollten die Initiative ergreifen, um in ihrer Organisation eine Kultur zu schaffen, die das Experimentieren unterstützt. Eine der besten Möglichkeiten, dies zu tun, ist, mit gutem Beispiel voranzugehen und selbst zu experimentieren.
Bieten Sie konkrete Tools und Ressourcen an: Überlassen Sie Ihr Team nicht einfach sich selbst (kein Wortspiel beabsichtigt). Wählen Sie im Voraus eine Handvoll Tools aus und nehmen Sie sich Zeit, damit jeder experimentieren kann. Oder legen Sie ein Innovationsbudget fest, das es den Mitarbeitern ermöglicht, mögliche Tools zu kaufen oder herunterzuladen.
Das Verständnis der Fähigkeiten und Grenzen von KI und maschinellem Lernen für gemeinnützige Organisationen ist einer der wichtigsten Aspekte, um sie ethisch und verantwortungsvoll in Ihre Organisation zu integrieren. Wenn Sie sie in Ihre Abläufe einführen, erkennen Sie an, dass KI-Tools:
Eine der wichtigsten Komponenten für den Einsatz von KI in Ihrer gemeinnützigen Organisation ist der verantwortungsvolle und ethische Umgang damit. Während das Experimentieren und das Verständnis ihrer Stärken und Schwächen wichtig sind, ist die Entwicklung von Leitprinzipien für die Implementierung ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Befolgen Sie dazu diese Schritte:
Wie Nick Cain von der Patrick J. McGovern Foundation feststellte, besteht eine Korrelation zwischen dem Grad der Prüfung, die eine Organisation auf ein von generativer KI erstelltes Ergebnis anwenden sollte, und der Nähe dieses Ergebnisses zu einem tatsächlichen Begünstigten.
Dies bedeutet, dass gemeinnützige Organisationen, die KI in verschiedenen unternehmenskritischen Aufgaben oder Aufgaben einsetzen wollen, die sich direkt auf die Begünstigten auswirken, ihre Leitprinzipien und Erwartungen an den Einsatz dieser Tools viel strenger handhaben sollten. Gemeinnützige Organisationen, die KI beispielsweise für die Inhaltssynthese verwenden, könnten weniger genau prüfen.
Berücksichtigen Sie die Bereiche, in denen Ihre Mitarbeiter Ihnen mitteilen, dass sie diese Tools einsetzen möchten, und erstellen Sie dann eine allgemeine Liste auf der Grundlage der gemeldeten Bedürfnisse.
Denken Sie dann darüber nach, bei welchen Tools sich alle wohlfühlen und welche sie nicht verwenden möchten. Cain empfiehlt, einen „Ampel“-Ansatz zur Kategorisierung bestimmter KI-Tools zu wählen:
Erstellen Sie eine Richtlinie, die unterstreicht, wie wichtig es ist, niemals private oder vertrauliche Informationen über das Programm oder Ihre Teilnehmer/Begünstigten in die Tools einzugeben.
Überlegen Sie außerdem, wie Sie mit Transparenz umgehen wollen. Überlegen Sie, ob Sie KI-Inhalte überprüfen oder ob Sie Geldgeber, Spender oder andere Stakeholder über den Einsatz von Tools für maschinelles Lernen informieren.
Viele Führungskräfte gemeinnütziger Organisationen verstehen, dass maschinelles Lernen gekommen ist, um zu bleiben. Sich mit KI-Tools vertraut zu machen – und herauszufinden, wie sie zu Ihrer Mission und Ihrem Betrieb passen oder nicht – ist daher für den langfristigen Erfolg unerlässlich.
Es gibt zwar nicht den einen richtigen Weg, KI zu integrieren, aber stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Team einbeziehen, sich von Experten beraten lassen und sich die Zeit nehmen, zu lernen.
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